Zu Besuch bei starterkitchen.de in Kiel

Für mein Projekt habe ich mir überlegt, wer konkret das Problem hat, Kunden für sein Produkt zu finden. Die Antwort fand sich schnell: Es sind StartUp Unternehmen, die dieses Problem kennen müssten und damit eventuell auch Antworten parat haben. Nach kurzer Recherche im Internet für die nächstgrößere Stadt in der Umgebung kam ich dann auf starterkitchen.de und opencampus.sh in Kiel. Kurzerhand schrieb ich eine Email an die starterkitchen und bekam innerhalb von einigen Minuten eine Antwort und eine Einladung zum „Gründerfrühstück“ gleich am nächsten Morgen. So ging es denn morgens direkt zum Wissenschaftspark Kiel. Die starterkitchen war schnell gefunden und beim Eintreten hörte ich schon das Klappern von Geschirr. Nach einer freundlichen Begrüßung begann bereits das gut besuchte Gründerfrühstück. Mit einer Vorstellungsrunde waren dann alle einander bekannt gemacht und jeder hatte ein kurzes Statement zu seiner letzten ‚Auszeit‘ abgegeben. Nach einem längeren Gespräch mit Alexander Ohrt und Matthias Nannt wurde klar,  das als Basis für eine Gründung in der starterkitchen das Lean Startup Modell dient. Das Frühstück war schon bald beendet und alle wieder zur Arbeit entschwunden. Auch ich habe mich schließlich verabschiedet und konnte noch ein unVorlesungsverzeichnis für den OpenCampus mitnehmen. Mit Sicherheit werde ich noch öfter dort zu Besuch sein, da schon jetzt ein paar weitere, tiefergehende Fragen aufgetaucht sind:

  • Wieviele der ansässigen StartUp Unternehmen haben ein ‚minimal funktionsfähiges Produkt‘ ?
  • Antwort:  —> Schätzungsweise: 7 von 12
  • Wieviele der ansässigen StartUp Unternehmen haben bereits mindestens einen zahlenden Kunden ?
  • Antwort:  —> Schätzungsweise: 5 von 12
  • Gibt es eine Zusammenarbeit mit einem Fachbereich BWL oder einer Unternehmensberatung die bei der ‚Magie‘ der Vermarktung von Produkten berät oder unterstützt?
  • Antwort:  —> Ja, es bestehen enge Kontakte und gemeinsame Lehrveranstaltungen mit  den Fachbereichen BWL und Wirtschaftsinformatik der FH Kiel. Zusätzlich stehen wir im engen Austausch mit der WTSH und dem Kieler Wissenschaftszentrum.

Stand der Antworten: 25.09.2015

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Alexander Ohrt und Matthias Nannt für die spontane Einladung, das ausführliche Gespräch und die Antworten auf meine Fragen.

Aus dem Lean Startup Modell leite ich folgende grobe Zeitplanung ab:

  • Der sichere Job zur Finanzierung (Lebenshaltung und Startup) mit 40 Stunden pro Woche (71,4%)
  • Das Startup mit 16 Stunden pro Woche quasi als ‚Nebenjob‘ (28,6%)
  • Urlaub, Krankheit und ‚Keine Lust‘ lasse ich optimistischerweise weg

Der damit geschätzte Termin für die Fertigstellung des MFP, dem Minimal Funktionsfähigem Produkt, ist dann der frühestmögliche, optimistische Zeitpunkt. Real also um eine Zeitspanne X später (siehe Link: Riskology).

Vom Start geht es dann los neben dem Job die Aufteilung der 28,6% der Zeit (Nebenjob Startup) mit der Vision, der Zielgruppenanalyse und der Projektplanung für das StartUp. Anschließend kommt  die Softwareentwicklung mit Qualitätssicherung nach einer der entsprechenden Normen, am besten das V-Modell XT des Bundes, da kostenfrei verfügbar, und dem Projektmanagement bis zum MFP, dem Minimal Funktionsfähigem Produkt. Danach kommen dann Marketing, Verkauf und Support inklusive Anpassungen dazu. Das heißt, die Zeit für die Entwicklung wird immer weniger, dafür nimmt die Zeit für das Management und für den / die Kunden immer weiter zu. Die wichtige Frage ist dann: ab wann den Job zur Finanzierung oder das Startup aufzugeben.

Für meine Frage nach dem Marketing (und dem Verkauf) möchte ich herausbekommen:

  • Wie das in der Praxis gemacht werden kann.
  • Wie hoch der Zeitaufwand dafür ist.

Literaturhinweise dazu:

Jason Fried
– ReWork: Change the way you Work forever

Eric Ries
– Lean Startup: Schnell, risikolos und erfolgreich Unternehmen gründen

Marion Halfmann
– Zielgruppen im Konsumentenmarketing: Segmentierungsansätze – Trends – Umsetzung

Heribert Meffert, Christoph Burmann, Manfred Kirchgeorg
– Marketing: Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung. Konzepte – Instrumente – Praxisbeispiele

Tom DeMarco / Timothy Lister
– Bärentango
– Waltzing with bears (die englischsprachige Ausgabe)
Der Link dazu: http://www.systemsguild.com/riskology/

Veröffentlicht von

Jürgen

Ich bin Software Ingenieur und habe meine Schwerpunkte in allen Aktivitäten, die zur Software Entwicklung gehören. Am längsten bin ich als Software Entwickler von Embedded Software in C tätig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.